Lexikon zur Lebensversicherung

 

Dieses kleine Lexicon bietet einen kleinen Überblick über wichtige Fragen und Antworten zur Lebensversicherung, Kapitallebensversicherung, Fonds-gebundene Lebensversicherungen und Risikolebensversicherungen. Das Lexikon wird regelmäßig aktualisiert und angepasst.

 

Ablaufleistung

 

Die Ablaufleistung ist die Summe, was bei Vertragsende, also nach Ablauf des Vertrages, nicht nach dem Tod, an dem Kunden ausgezahlt wird. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus einer garantierten Leistung (Garantieleistung) und Gewinnanteile (Überschüsse). Die Überschüsse bzw. die Gewinnanteile werden nicht garantiert.

 

Abrufphase

 

Dies ist eine Vereinbarung, wo man über einen bestimmten Zeitraum, z. B. 5 Jahre vor dem 65 Lebensjahr sich die Versicherungsleistung vorzeitig ohne extra Gebühren, auszahlen lassen kann. Dies hat den Vorteil, dass man eine Art flexiblen Renteneintritt wählen kann. Dies wird oft bei Rentenversicherungen vereinbart.

 

Ansammlung

 

wird auch "verzinsliche Ansammlung" genannt, damit ist ein Überschussverwendungsystem gemeint, wleches die Überschüsse jedes Jahr ansammelt und verzinst angelegt wird. Diese Art der Verzinsung wird oft dann empfohlen, wenn sich das Auszahlungskapital zum Ablauf maximieren soll.

 

Aufschubzeit

 

Ist der Zeitraum zwischen Abschluss einer Lebens- oder Rentenversicherung bis zum Auszahlungszeitpunkt, z. B. erste Rentenzahlung.

 

Ausbildungsversicherung

 

Dies ist eine Lebensversicherungsart, welche zu einen bestimmten Zeitpunkt (festen Zeitpunkt) ausbezahlt wird. Damit soll die Sicherstellung der Ausbildung der Kinder gewährleistet werden. Stirbt der Versorger, z. B. Vater oder Mutter, so wird das Geld weiterhin durch die Versicherung erbracht und mit erreichen des 18. Lebensjahr zur Auszahlung an die versicherte Person, z. B. Kind, gebracht.

 

AVB

 

Abkürzung für den Begriff: "Allgemeine Versicherungsbedingungen"

 

BAV

 

Begriff für "betriebliche Altersversorgung"

 

Beitragsrückgewähr

 

Beiträge werden zurückgezahlt, ohne Stornokosten. z. B. beim Tod des Versicherungsnehmers vor Rentenbeginn, wenn keine extra Todesfallleistung vereinbart worden ist.

 

Beitragsverrechnung

 

Diese Überschuss - Art macht dann Sinn, wenn der Beitrag von Anfang niedrig gehalten werden soll. z. B. bei einer Risikolebensversicherung möchte der Kunde nur das Risikoabsichern und den Beitrag möglichst gering halten. So sollen die Überschüsse (Gewinnanteile) mit dem Beitrag verrechnet werden.

 

Bezugsrecht

 

Unter dem Wort Bezugsrecht versteht man, die Leistung aus einer Lebensversicherung im Falle des Todes der versicherten Person erhält. In der Regel wird das Bezugsrecht widerruflich eingeräumt und kann jederzeit geändert werden. Als Beispiel: Ehemann versichert sich gegen den Tod und als Bezugs-Person wird die Ehefrau eingetragen. Die Bezugsperson könnte jede beliebigte Person sein, auch z. B. eine Geliebte oder ganz fremde Menschen.

 

Direktversicherung

 

Eine Direktversicherung hat keinen Außendienst und verkauft Ihre Produkte ausschließlich über das Internet oder Telefon. Eine Direktversicherung muss daher die Kosten in Werbung (TV, etc.) investieren und spart sich aber dafür Provisonszahlungen, nicht aber Abschlusskosten, diese müssen auch ausgewiesen werden. (Wenn auch etwas niedriger)

 

Direktversicherung BAV

 

Eine Direktversicherung ist aber auch eine Vorsorgeform über den Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer kann eine Rentenversicherung abschließen und diese bis zu einen bestimmten Höchstsatz vom Lohn abziehen. Dadurch spart er Sozialabgaben und Lohnsteuer, gleichzeitig spart aber auch der Arbeitgeber Sozialabgaben! Im Rentenalter erfolgt dann die volle Versteuerung. Außerdem müssen gesetzlich versicherte Personen den vollen Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag auf die Rente zahlen. (Komplett ohne Arbeitgeberanteil)

 

Dynamik

 

Eine Dynmaik ist eine automatische Anpassung der Versicherungssumme und Beitrag. So bleibt auch die Lebensversicherung und Rentenversicherung vor einer Inflation sicher!

 

Eintrittsalter

 

Das Eintrittsalter einer Lebensversicherung bestimmt die höhe des Beitrages. Je jünger man eintritt desto günstiger ist die Lebensversicherung. Das Eintrittsalter wird auch in der Krankenversicherung und Rentenversicherung genutzt.

 

Gesundheitsprüfung

 

Vor Antragsstellung einer Lebensversicherung erfolgt eine Gesundheitsprüfung. Die Gesundheitsprüfung kann mittels Fragebogen ermittelt werden. Bei sehr hohen Versicherungssummen möchten viele Versicherungen ein ärztliches Zeugnis mit einer kompletten Untersuchung. Die Kosten trägt in der Regel die Versicherung.

 

Gewinnanteile/ Überschüsse

 

Gewinnanteile bzw. Überschüsse erwirtschaftet eine Versicherung dann, wenn die erlöse über den gesetzlichen Mindestzins hinausgehen. Diese Überschüsse werden dann den Kunden im Vertrag gutgeschrieben.

 

Heiratsversicherung

 

Eine Heiratsversicherung ist eine Versicherung auch Aussteuerungsversicherung genannt wird. Dabei handelt es sich um eine Lebensversicherung mit festen Auszahlungszeitpunkt in der Regel 27 Jahre. Wird vorher geheiratet, erfolgt die Zahlung mit der Heirat. Stirbt der Versorger, z. B. Vater, entfällt eine weitere Beitragszahlung bis zum Eintritt des Versicherungsfalles.

 

Hinterbliebenen Zusatzversicherung

 

Bei einer privaten Rentenversicherung erfolgt in der Regel bei Tod nur die Rückzahlung der eingezahlten Beiträge. Dies kann man mit einer Hinterbliebenen Zusatzversicherung abdecken. So erfolgt eine höhere Auszahlung im Todesfall, ähnlich wie bei einer Lebensversicherung.

 

Kapitallebensversicherung

 

Eine Kapitallebensversicherung ist eine Lebensversicherung mit Ansparphase und Risikoanteil. Nähere Infos unter den Punkt Kapitallebensversicherung im Menüpunkt Lebensversicherungen.

 

Lebensversicherung - Fondsgebunden Lebensversicherung

 

Darunter versteht man eine Lebensversicherung mit Anlage einer Fonds-Police. Näheres unter Fonds-Lebensversicherung im Menüpunkt.

 

Nachversicherung - Garantie

 

Eine Nachversicherungsgarantie ist eine Garantei Erhöhung im Falle eines bestimmten Ereignisses. Z. B. Heirat, Geburt eines Kindes, etc.

 

Obliegenheiten

 

Eine Obliegenheit sind Pflichten seitens des Versicherungsnehmers. Dazu gehört z. B. Auskunft- und Belegpflicht (im Leistungsfall), richtige Auskunft über des Gefahrenstand (z. B. Gesundheitszustand), etc. Bei einer Verletzung hat der Versicherer die Möglichkeit vom Vertrag zurück zutreten, zu kündigen oder nachträglich Risikozuschläge zu verlangen.

 

Ratenzuschlag

 

Die Beiträge einer Lebensversicherung werden immer jährlich kalkuliert. Erfolgt nun die Zahlung monatlich, vierteljährlich oder halbjährlich, so kann die Versicherung einen Ratenzahlungszuschlag verlagen, was auch in der Regel gemacht wird.

 

Risikolebensversicherung

 

Siehe auch unter Risikolebensversicherung.

 

Risikozuschlag

 

Ein Risikozuschlag wird bei bestimmten Erkrankungen erhoben. Dies ist dann erforderlich, wenn das Risiko z. B. vorzeitiger Tod bei einer Lebensversicherung, erhöht ist.

 

Sterbetafel

 

Eine Sterbetafel ist eine wichtige Rechnungsgrundlage der Versicherung, vorallem für Lebensversicherungen, Rentenversicherungen und Krankenversicherungen. Anhand der Sterbetafel kann kalkuliert werden, wie lange eine Versicherung eine Rente zahlen muss, wie früh eine Person stirbt, etc.

 

Tilgungsversicherung

 

Eine Tilgungsversicherung oder auch liniar fallende Lebensversicherung genannt, ist zur Finanzierung eines Kredites z. B. Immobilie geeignet.

 

Verbundene Leben

 

Ist eine Lebensversicherung, welche auf 2 Personen abgeschlossen wird. Stirbt eine Person, so erhält die andere Person die Auszahlung. Die Leistung ist nur einmal fällig auch wenn beide Personen gleichzeitig sterben. Diese Form der Versicherung ist oft etwas günstiger als 2 Lebensversicherungs-Verträge.

 

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